Die Journalistin Christiane Florin wird mit dem Maria-Grönefeld-Preis ausgezeichnet

Einsatz für Frauenrechte gegen alle Widerstände

Journalistin Christiane Florin (c) Antje Siemon
Journalistin Christiane Florin
Mi 6. Mär 2019

Das unkontrollierte Männerbündische innerhalb der katholischen Kirche ist in diesen Tagen in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Die Journalistin Christiane Florin setzt sich schon seit längerem damit auseinander und plädiert für die Gleichstellung von Frauen in der Institution. Für dieses unbequeme Engagement erhält sie 2019 den Maria-Grönefeld-Preis.

 

Diese Entscheidung hat das Kuratorium der Maria-Grönefeld-Stiftung getroffen. Florins beharrlicher Einsatz für Frauenrechte gegen alle Widerstände aus Amtskirche und katholischer Community sei vorbildlich, lautet die Begründung. Insbesondere durch ihr Buch „Weiberaufstand“ ermutige sie zum beständigen, begründeten Widerspruch, auch wenn er noch so aussichtslos scheint. Sie stelle die Machtfrage und weise auf die unfreiwillige Komik klerikaler Frauenfantasien hin.

Und das Kuratorium sieht darin eine Linie zur Namensgeberin. Maria Grönefeld habe Zeit ihres Lebens für gerechtere Beteiligungschancen von Frauen in der katholischen Kirche und den Gewerkschaften gekämpft.

Christiane Florin ist Redakteurin für Religion und Gesellschaft beim Deutschlandfunk in Köln. Bei einem Erstgespräch tauschten die Mitglieder des Kuratoriums Manfred Körber, Franz-Josef Breuer und Heinz Hahnbück mit der künftigen Preisträgerin Einschätzungen zur Situation der Kirche aus.

Die Preisverleihung findet am Freitag, 8. November, um 18 Uhr im Nell-Breuning-Haus statt. Dieses Bildungszentrum in Herzogenrath ist eng mit dem Vermächtnis von Maria Grönefeld verbunden. Die Wissenschaftlerin und Pädagogin aus der christlichen Arbeiterbewegung  machte sich für die politische und persönliche Bildung von einkommensschwachen Menschen und ihren Familien stark.