BNEi-Workshop mit dem Projketpartner KoKoBe:SDG-2: Hof und Herd


Was isst man in welchen Mengen, um sich gesund zu ernähren? Was gibt es zu trinken? Was ist wirklich nicht gut? Bei zugegebenermaßen nicht schönen Wetter fand die Gruppe auf der Klosterwiese –so heißt der Bildungsbereich des Biohofes- Schutz unter einem kleinen Unterstand und erarbeitete mit Gerta Rogowski die Ernährungspyramide.
Bei einem ausführlichen Hofrundgang konnten alle sehen und erleben, wie und wo Getreide, Obst und Gemüse, aber auch Fleisch und Eier erzeugt werden. Dabei wurde auch erklärt, was es bedeutet, wenn alles nach den Regeln der nachhaltigen, biologischen Erzeugung läuft. Kein Kunstdünger, aber der Mist der Tierhaltung kommt auf die Felder. Beim Anblick von Mutterkuh und Kalb mochte keiner so wirklich daran glauben, dass der Nutzen dieser Tiere dann auch darin liegt, sie aufzuessen. Milchwirtschaft hat der Hof nicht. Der Zweck der Ziegen im Hühnerstall ist dagegen nicht die Fleischerzeugung, sondern diese Tiere bewachen das Federvieh und vertreiben Marder, Füchse und Raubvögel.
Nach der Führung bereitenden sich die Teilnehmenden einen gesunden Rohkostsnack zu. Dabei wurde deutlich, dass unsere Ernährungsgewohnheiten auch Kompromisse erzwingen, denn die Paprika und Gurken und insbesondere die Banane kommen um die Jahreszeit entweder von weit her oder werden mit Energieaufwand unter Folie gezogen. Um sich nur regional und saisonal zu ernähren, müsste man auch auf einiges verzichten.
Nach Mittag machte die Gruppe im Nell-Breuning-Haus Halt, um das erlebte zu vertiefen und bei Kaffee und Kuchen zu überlegen, ob und wie man das Erlerne in die eigene Ernährung einfließen lassen kann und möchte. Ein leckeres Stück Kuchen, so wie hier auf dem Teller mit einer feinen Tasse Kaffee, kann so verkehrt nicht sein, war das einhellige Fazit. Aber man will sich Gedanken über den Zucker und die Häufigkeit solcher Speisen machen.
Um diesen Prozess zu vertiefen, werden sich die Teilnehmenden am 26.Juni wiedersehen, um mit dem Koch Jens-B gesund und vegan zu kochen. Wir werden erfahren, wie man Ohne Fleisch, Eier und Sahne zu einem leckeren Dreigangmenü kommt. Um regional und saisonal das benötigte Obst und Gemüse einzukaufen, ist der Juni sicher ein hervorragender Monat.