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BNEi Werkstatt for Future:SDG-13 und SDG-15: Müll ist Mist

Es waren die Bilder von Müll, der im Meer schwimmt und Strände verschmutzt, Tiere gefährdet und die Umwelt belastet, die die Teilnehmenden der Projektgruppe beschäftigten. Diese Bilder sind verstörend, man möchte erfahren, wie es bessergehen kann. Ein Besuch auf der Deponie zeigte, wo unser Müll landet und was damit passiert. In der abschließenden Diskussion wurde deutlich, dass alle wenig über das Müllmanagement der Werkstatt wissen. Zwei Gruppen werden den Fragen auf den Grund gehen, wie die Werkstatt ihren Müll sortiert. Denn, gut getrennt ist halb recycelt und das ist nachhaltig.
Datum:
7. Juli 2026
7 Bilder

Wir wollten dahin, wo der Müll hinkommt und wissen, was dort passiert. Im Rhein-Kreis-Neuss ist die Deponie in Grefrath mit der Kleinanlieferstation zu besichtigen. Im Hintergrund erhebt sich die ehemalige Halde oder der Müllberg des letzten Jahrhunderts. Damals kam alles auf diesen Berg – immer mehr, immer höher. Daran, dass im Abfall auch wertvolle Stoffe sind, dass es sich lohnt Materialien zu recyceln und dass eine Kreislaufwirtschaft den Müll verringert, dachte vor 50 Jahren noch nicht jeder.

Heute sind wir klüger: Vermutlich machen wir immer noch viel zu viel Müll, aber das was wegschmissen wird, wird vorher sortiert. So hat die Gruppe zwischen „gutem“ und „schlechten“ Müll unterschieden: Der beste Müll in der Anlage ist der Grünschnitt, daraus wird Kompost, das ist wirklich ein Wertstoff. Papier und Glas als Abfall werden wieder zu Papier und Glas, deswegen ist es wichtig, dies sauber zu sortieren. Auch aus dem Kunststoff, den wir im gelben Sack gesammelt haben, kann wieder Kunststoff werden. Der Bauschutt wird zerkleinert und im Straßenbau verwendet, auch das ist ein Wertstoff. Mit belastetem Holz, also angestrichenem oder imprägnierten Holz aus Haus und Gartenbau, ist allerdings nicht viel anzufangen, es wird verbrannt und liefert somit Energie zu Stromerzeugung. Aber die entstehenden Gifte in den Filtern sind sehr problematisch.  In der Müllverbrennungsanlage landet auch der Müll, den wir in den grauen Tonnen sammeln, der Restmüll. Dessen Asche kommt auf die Deponie, ein gewisser Teil landet also immer noch auf dem Müllberg in Grefrath.

Ein kleiner Schatz ist Altmetall, den verkauft die Deponie, damit es eingeschmolzen und wiederverwertet werden kann. Beim Elektroschrott ist es nicht ganz so einfach. Auch in Waschmaschine und Toaster sind wertvolle Materialein, aber dafür muss das kaputte Gerät erstmal auseinandermontiert werden. Das passiert nicht in Grefrath, sondern LKWs bringen die Dinge zu einem Unternehmen in Grevenbroich.

Und dann gibt es noch die Schadstoffe. Lacke, Öl, Chemikalien, Leuchtmittel oder Medikamente haben Gifte in sich, die besonders behandelt werden müssen. Sie belasten die Umwelt stark, wenn sie nicht gut entsorgt werden. Aber auch dann sind sie nicht für immer verschwunden oder ungefährlich geworden, sondern man weiß nur genau was wo geblieben ist.

Und zu guter Letzt haben wir noch über Handys und Batterien gesprochen. Hier geht es um seltene und wertvolle Materialen, die wiederverwertet werden müssen, weil es so viel auf der Erde davon gar nicht gibt. Auch diese Dinge nie in den Müll werfen, sondern bei den Sammelstellen entsorgen.

Und immer gilt: Der beste Müll ist der, der gar nicht erst entsteht.