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BNEi Werkstatt for Future:SDG-2: Der nachhaltigen Landwirtschaft auf der Spur

Ziel des SDG-2 ist der Kampf gegen den Hunger. Wie kann die Verteilung von Nahrung auf der Erde für alle Menschen gelingen? Dazu braucht es verantwortungsbewusste und nachhaltige Landwirtschaft. Diesem Ziel hat sich Heinrich Hannen mit seiner Familie verschrieben und er führte uns über seinen Biobauernhof in Kaarst.
Datum:
1. Juli 2026
8 Bilder

Um Antworten auf diese Frage zu bekommen erkundigt man sich am besten beim Fachmann für die Herstellung von Obst, Gemüse und Getreide. Der Biobauer Hannen führte die Gruppe über seinen Hof und begann mit der Grundlage für seinen Betreib: Der Boden, auf dem alles wächst, ist der Ausgangspunkt unseres Hofrundgangs. Um diesen nicht zu sehr zu strapazieren, hält er bei dem was er anbaut, einen bestimmten Rhythmus ein, der sich alle vier Jahre wiederholt. So bleibt die Erde ertragfähig.

Zwischen seinen Felder stehen Bäume, die verhindern, dass Wind den Boden abträgt und die Kühle und Schatten spenden. Das Prinzip heißt Agroforst. Der Ertrag ist geringer, aber es ist für einen Landwirt nachhaltig so sorgsam mit seiner Grundlage umzugehen.

Schweine oder andere Nutztiere hat Herr Hannen nicht, weil er ihnen nicht genug Platz bieten könnte und weil er sie nicht, wie seine Eltern früher, mit Soja aus Südamerika füttern will. Um seine Felder zu düngen, bekommt er die Gülle von anderen Betreiben, denen er vorher seinen Futterklee abgegeben hat. So passt alles gut zusammen.

Wir haben uns die Felder angesehen, auf denen neben Kartoffeln und dicken Bohnen auch viel Anderes stand. Der Biobauer spritzt nicht gegen Beikräuter, denn dann wären seine Produkte mit Gift belastet. Er mag Melde, Distel und Kamille nicht unbedingt, aber wenn sie dazwischen stehen, werden sie entweder toleriert oder mechanisch entfernt.

Aber wir haben nicht nur geguckt sondern auch ganz viel gegessen: Zucchiniblüten kann man essen, sie schmecken süß, der Fenchel riecht intensiv und war recht hart, die kleine Sellerieknolle ist sehr würzig und nicht jeder mochte sie. Aber Tomaten und Gurken waren für alle der Hit. Frisch und umwerfend aromatisch schmeckte das Gemüse direkt von der Pflanze, die so auch noch nicht jeder gesehen hatte. Bei der Gelegenheit lernten wir, dass die Aubergine mit der Kartoffel nahe verwand ist und dem entsprechend der Kartoffelkäfer, bzw. seine Larve ein Schädling für die lila Eierfrucht ist. Vor Ort konnten wir das gefräßige Tier beobachten und uns an seiner Beseitigung beteiligen.

Freundlicher gingen wir mit den Schafen um. Die wurden gestreichelt und gefüttert. Sie werden in Kaarst nicht als Nutztiere gehalten, sondern wie Herr Hannen sagte: „Die sind nur für mein Herz“.