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Finanzierung

Immer wieder taucht in Gesprächen mit Kunden und Kooperationspartnern die Frage auf: „Wie finanziert Ihr Euch eigentlich?“ Viele denken, dass wir eine kirchliche Einrichtung sind und somit zu 100 Prozent aus Mitteln des Bistums Aachen finanziert werden. Dem ist aber mitnichten so.

Zwar gehört das Gebäude dem Bistum, betrieben wird die Bildungs- und Begegnungsstätte aber von einem Verein, der mit dem Bistum einen Nutzungsvertrag geschlossen hat. Die Vereinsmitglieder kommen aus der Christlichen Arbeiterjugend (CAJ), der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) und dem Bistum Aachen.

Drei Säulen von Einnahmen

Um das Nell-Breuning-Haus als Tagungshaus und Bildungszentrum zu betreiben ist der Verein auf vielfältige Einnahmen angewiesen. Grob kann man drei Säulen unterscheiden:

  • Säule 1 sind vertraglich und gesetzlich zugesagte Mittel. Hierzu zählt die Förderung im Rahmen des Weiterbildungsgesetzes des Landes Nordrhein-Westfalen oder der Landeszentrale für politische Bildung. Dazu gehören auch der Kinder-und Jugendplan des Bundes sowie Kontingente der Bundeszentrale für politische Bildung und ein Betriebskostenzuschuss des Bistums Aachen. Diese Mittel machen weniger als ein Drittel der Gesamteinnahmen aus und sind als einzige im Haushalt fest planbar.
  • Säule 2 bilden Projektmittel, die die Bildungsarbeit aktiv einwerben muss. Dies ist ein wichtiger, aber auch stark schwankender Einnahmebereich, schließlich gibt es keine Garantie, dass ausreichend viele Projekte bewilligt werden oder dass man in der Lage ist diese auch zu bearbeiten. In guten Jahren machen diese Einnahmen ein weiteres Drittel der Einnahmen aus.
  • Säule 3 und damit das letzte Drittel der Einnahmen ist das, was der Verein selbst durch Vermietung von Tagungsräumen und Gästezimmern sowie durch Veranstaltungen Auch dieser Einnahmebereich unterliegt starken Schwankungen.

 

Steigende Kosten, stagnierende Einnahmen

Den stagnierenden Einnahmen stehen große Kostensteigerungen im Ausgabenbereich gegenüber. Diese betreffen die Sach- wie die Personalkosten. Inflation, Verteuerung von Lebensmitteln, hohe Energiekosten, Tarifsteigerungen – die Stichworte kennen wir alle aus dem privaten Bereich.

Im Nell-Breuning-Haus kommt hinzu, dass wir als gemeinwohlzertifizierter Betrieb und um unserer programmatischen Glaubwürdigkeit willen hier auch Akzente setzen wollen: möglichst wenig Outsourcing und Minijobs, Zusammenarbeit mit regionalen Betrieben, Co2-reduzierte Energieversorgung.

Die Schere zwischen Kosten und Einnahmen wächst, die Zukunftsplanung bleibt fragil. 

Struktur der Einnahmen des Nell-Breuning-Hauses
Struktur der Ausgaben des Nell-Breuning-Hauses