"Das Unternehmen leistet einen überdurchschnittlich hohen Beitrag zum Gemeinwohl", resümiert der Auditor. Das Team um Leiter Dr. Manfred Körber freut sich über dieses Fazit. Es fußt auf einer Gemeinschaftsleistung, in der viel Arbeit steckt. Schließlich braucht es Phantasie, Engagement und einen langen Atem, um die Gemeinwohlbilanz durch Projekte so signifikant zu verbessern.
Besonders gute Noten gibt es in Fragen der gesellschaftlichen Wirkung. In seiner Bildungs- und Vernetzungsarbeit fördert das Nell-Breuning-Haus die Entwicklungsziele der Vereinten Nationen. Besonders hebt der Auditor die Bildungsarbeit mit sozial benachteiligten Menschen hervor, wie auch den Einsatz für inklusive Demokratie sowie für Bürgerbeteiligung im Rheinischen Revier.
Tiefen Eindruck hat auch die Mitarbeitendenkultur des Hauses beim Auditor hinterlassen. "Das gesamte Team arbeitet wertschätzend, solidarisch und auf Augenhöhe zusammen," schreibt er im Abschlussbericht. Diversität und Chancengleichheit seien in der Seele des Nell-Breuning-Hauses tief verankert und werde als vollkommen selbstverständlich auf allen Ebenen gelebt.
Größte Baustelle ist die Gewährleistung der Gemeinwohlkriterien in der Zulieferkette. Da stößt so ein vergleichsweise kleines Unternehmen wie ein gemeinnütziges Bildungszentrum an Grenzen. In Fragen der ökologischen Nachhaltigkeit ist das Nell-Breuning-Haus schon ganz gut, dank Vorrang für Bio und regionale Produkte zum Beispiel. Aber aufs Ganze hin bleibt hier eine Herausforderung.
Es gehört zur Natur der Bilanzierung nach Kriterien der Gemeinwohlökonomie, dass man nie zu Ende ist. Jedes Audit legt Fortschritte offen, aber liefert auch Anregungen für weitere Verbesserungen. Insofern leistet dieses aufwändige Verfahren Hilfestellung, den eigenen Beitrag zum Gemeinwohl stetig zu steigern. Es lohnt, auch wenn es sich nicht unmittelbar für das Haus rechnet.
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